Die Orgel

Im Norden des Elbe-Elster-Kreises im Land Brandenburg  und an den südlichen Ausläufern des Niederen Fläming  liegt AHLSDORF, das erstmals 1380 urkundlich erwähnt wird und dessen Ortsmitte bis heute durch die Dorfkirche geprägt wird. Ursprünglich ein gedrungener  Feldsteinbau, wurde sie 1710 von den chursächsischen Reichsfreiherren von Seyffertitz zu einem äußerlich schlichten Barockbau umgestaltet, der eine Reihe bemerkenswerter Kunstschätze beherbergt.  1857 übernahm die Familie Siemens Rittergut und Schloss und das Patronat über die Kirche, die sie 1907/08 restaurieren ließ. Seit über 10 Jahren wird für die Orgelsanierung gesammelt. Der bedrohliche bauliche Zustand der Kirche, machte allerdings 2011 zunächst eine grundlegende Instandsetzung des Gebäudes dringend erforderlich. Seit September 2014 kann die liebevoll restaurierte Kirche endlich wieder genutzt werden.


 

Über die Geschichte der Ahlsdorfer Orgel ist relativ wenig bekannt. In der 2. Hälfte des 19. Jh., so ist anzunehmen, wurde sie zu einem Instrument mit romantischem Klangcharakter  umgebaut.  1908 wird Marie Wiegand, geb. v. Siemens als Stifterin genannt; sie hat als solche wohl die Restaurierung des vorhandenen Instruments finanziert. 1961erfolgte eine erneute Umdisposition im Sinne des Neobarock. Seit einer Reihe von Jahren ist die Orgel nicht mehr spielbar


 

Die Kirchengemeinde Ahlsdorf unternimmt große Anstrengungen,  dass die Orgel bald wieder zum Lobe Gottes und zur Freude vieler Menschen in Gottesdiensten und  Konzerten erklingen kann. Sie hat sich für die Rückführung zu einem zweimanualigen Instrument mit barockem Werkcharakter unter Nutzung des vorhandenen Bestands entschieden. Das Instrument wird  nach seiner  Fertigstellung in der Orgellandschaft der  näheren Umgebung so einzigartig sein wie die Ahlsdorfer barocke PatronatskircheDafür werden  insgesamt ca. 110.000 € benötigt.